Mittwoch, 16. Juli 2014

Bandcamptage Vol. 128

Ach Österreich, ein paar Jährchen zurückgedreht und ich wäre dort hin ausgewandert, auch wenn ich dann wohl ab und ein "Piefke" gehört hätte. Das wäre mir gleich. Auch musikalisch hat dieses Land recht viel zu bieten, wie ihr sicher ab und an auch mitgelesen haben werdet.

Diese Woche erhielt ich eine E-Mail aus Linz, auf Englisch. Enthalten war auch ein Link zu einem Album. Ich antwortete auf Deutsch, woraus dann eine ebenso deutschsprachige Konversation wurde, und lud mir das Album. Und da war er dann wieder, der Aha-Effekt. Die Band Cans (zu Deutsch: "Dose") hat sich, wie auch Damn Mondays aus Salzburg (die wir hier mal hatten), hat sich voll und ganz dem Pop-/Skate-Punk verschrieben. Nur sind die fünf Mannen auf ihrem kostenlosen Album Blood, Sweat & Beers eine Spur härter am Werke. Alleine die Stimme hat echte Hardcorequalitäten. Der Trommler beherrscht ebenso verdammt viele Geschwindigkeiten, von ziemlich schnell, bis hin zu einem fast schleppenden Stoner-Beat. Das Album, wenn auch nur vier Titel lang, reißt dich mit, schubst dich in den Pit und lässt dich nicht mehr heraus und das gute ist, dass man eigentlich auch nichts anderes will, als sich zwischen all den anderen Fans, die mitgrölen, zu mischen und mitzumachen. Alles andere wäre auch nicht denkbar. Selbst Filmzitate aus einem Film über Zeitreisen hat es in das Intro zu Weak End geschafft. Kurz darauf wird eine Dose Bier innerhalb von einer Minute und zwölf Sekunden geleert. Erinnert ein wenig an Deez Nuts. Und der Preis des Albums? Nun ja, wie schon erwähnt ist es kostenlos, keiner muss hier Geld geben. Für den Tarif ist dieses Album allemal zu empfehlen.



Cans - Blood, Sweat & Beers
In ein paar Wochen bin ich ja wieder im Bayerischen Ausland, direkt an der Grenze zu Österreich. 

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